Schon
Hippokrates stellte im 5. Jahrhundert fest: "Viele Erkrankungen gehen
von der Wirbelsäule
aus."
1874 in den USA gegründet, hat die Manuelle Medizin in Deutschland eine
recht junge Geschichte.
Inspiriert von ausländischen Osteopathen und Chiropraktikern fängt
Anfang der 50er Jahre eine
kleine Gruppe von Ärzten an manualtherapeutisch zu arbeiten.
Die Geschichte der manuellen Therapien der Physiotherapie begann Mitte der
sechziger Jahre.
Die ersten Impulse kamen von den norwegischen Physiotherapeuten Kaltenborn/Evjenth,
durch deren Initiative die Ausbildung in der manuellen Therapie auch für
Krankengymnasten
geöffnet wurde. Zusammengefasst unter der deutschen Dachorganisation
für manuelle Therapie
ist die mehrjährige Ausbildung zum Manualtherapeuten streng gegliedert
und bedarf einer
Abschlussprüfung. 1994 wurde das Unterrichtsfach Manuelle Therapie in
die Ausbildungs-
und Prüfungsordnung der Ausbildung zum Physiotherapeuten aufgenommen,
so dass es jetzt
an jeder Schule für Physiotherapie unterrichtet wird.
Das
Ziel ist, Funktionsstörungen am Bewegungssystem herauszufinden und zu
dokumentieren,
die normale Funktion wieder herzustellen bzw. zu erhalten und die Belastungsfähigkeit
heraufzusetzen.
Die manuelle Therapie befasst sich mit der Physiologie, der Pathophysiologie
und der Verhütung
von reversiblen Funktionsstörungen am Haltungs-und Bewegungsapparat.
Sie umfasst alle diagnostischen und therapeutischen Techniken an der Wirbelsäule
und den
Gelenken von Armen und Beinen, die zur Auffindung und Behebung dieser Störungen
dienen.
Die
manuelle Therapie besteht aus:
-Weichteiltechniken (betroffene Muskeln, Sehnen, Faszien)
-Mobilisation blockierter Gelenke
-Neuromuskuläre Therapien

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